Schießordnung

Schießordnung (ab Februar 2013)

JAGDBLANKBOGEN

Traditionelle Ausrüstung

Primitivbögen (PB)
Lang-, Recurve-, Flachbögen aus natürlichen Materialien. (siehe BOS)

Bogen ohne Schussfenster (BOS)

Lang-, Recurve-, Flachbögen ohne Schussfenster, der Pfeil muss min 1/8 Zoll (3mm) außer Mitte des Bogens aufliegen. Abschuss entweder von Pfeilablage (Arrowshelf) oder Handrücken

Bögen mit Schussfenster (BMS)

Lang-, Recurve-, Flachbögen mit Schussfenster, mittig oder über Mitte geschnitten, ohne Pfeilauflage Abschuss von Bogenfensterunterkante (Arrowshelf)

Pfeile:

Pfeile: Pfeile aus natürlichem Material (Holz, Bambus)

   

Zugelassen sind nur blanke ein- oder mehrteilige Bögen ohne irgendwelche Hilfsmittel. Die Bögen können in allen Klassen mit einem Bogenköcher sowie Brush Buttons und Sehnengeräuschdämpfer ausgerüstet werden. Es muss mit mediterranem Ablass geschossen werden. Face-und Sringwalking sind nicht erlaubt!


Technisierte Ausrüstung


Offene Blankbogenklasse (OBB)
Recurve-, Lang-, Flachbögen mit einfachen oder verstellbaren Pfeilauf- und anlagen.

Compoundbögen
ohne Visier (CB) Compoundbögen mit einfachen oder verstellbaren Pfeilauf- und -anlagen. Nicht erlaubt sind Visiereinrichtungen, Markierungen und farbliche Veränderungen im Bogenfenster, künstlich verkleinerte Bogenfenster, Kisser, Sehnenlochkimmen, Ablassvorrichtungen.

Pfeile:
Alle Arten

JAGDVISIERBOGEN

Visierbogen (VB)
Compound und Recurvebögen mit Jagdvisier
Nicht erlaubt sind Schiebevisiere, Ablassvorrichtungen.

Visierbogen mit Release (VBR)
Compound und Recurvebögen mit mechanischen Ablassvorrichtungen.

Pfeile:
Alle Arten

Ein Jagdstabilisator nicht länger als 10 Inch ist in allen Klassen, außer den Trad. Bogenklassen erlaubt. 

5 Feste Nadeln, sind erlaubt ist der Schutzbügel schwächer als 4 mm, zählt er als Nadeln. Die Visiernadeln dürfen während des Wettkampfes nicht verstellt werden. Abgedeckte Visiernadeln oder Vergrößerungseinrichtungen sind nicht erlaubt. Nicht erlaubt sind Schiebevisiere

WETTKAMPF

Scheiben:
Tiersilhouetten oder 3D-Ziele. Diese haben eine Tötungs- und Verwundungszone. (Blattschusszone soll an der richtigen Stelle in der richtigen Größe eingezeichnet sein.)

Eine Runde besteht aus 14 oder 28 Zielen. Es können pro Ziel max. 3 Pfeile geschossen werden, wobei der erste treffende Pfeil zählt.

Die Pfeile werden folgendermaßen bewertet:

1. Pfeil Blatt 20 Punkte Verwundung 16 Punkte
2. Pfeil Blatt 14 Punkte Verwundung 10 Punkte
3. Pfeil Blatt 8 Punkte Verwundung 4 Punkte

Hunterwertung:
Es zählt nur der Blattbereich. Die Pfeile werden folgendermaßen bewertet:

1. Pfeil 20 Punkte
2. Pfeil 10Punkte
3. Pfeil 5 Punkte

Die Tiersilhouetten haben Kill-und Verwundungszone. Kill Zählt nur der mit dem Schaft durchschossene Ring. Der Abschusspflock muss mit einem Körperteil berührt werden. das Verlassen des Pflockes bedeutet das Beenden des Schießvorgangs. Tiere sind nicht ausgezeichnet, Huf, Horn, Ohren, und Rad bei Federwild (z.B Auerwil, Trappe, Birkwild) werden nicht gewertet.

Entfernungen:
Sie sind unbekannt und bewegen sich im bogenjagdlichen Rahmen – angepasst an das Gelände und Scheibengröße (3 bis 45 m).

Turnierbedingungen
Scheiben sollen dem Gelände angepasst am Boden stehend aufgestellt werden. Nachstellen jagdlicher Situationen durch überlegtes Setzen des Abschußpflockes unter Ausnützung natürlicher Hindernisse. Walkup-Scheiben, Pirschgang, Unterstand, Baumstand sind eine Möglichkeit den Wettkampf realistisch und schwierig zu gestalten. Rangefinger, Ferngläser mit Strichplatten und das Abschreiten der Entfernungen sind verboten.
Die Abschusspflöcke müssen vom Schützen berührt werden.

Allgemeine Richtlinien
An einem Tag sollten max. nur zwei Runden á 14 Scheiben geschossen werden. Bei Benutzung des gleichen Parcours sollten in jeder Runde die Abschußpunkte geändert werden.
Bei Mehrfachzielen darf der Schütze die vorher von ihm angegebene Scheibe nicht wechseln, falls er drei Pfeile schießen muss. Bei missglücktem Abschuss darf der Schuss wiederholt werden, wenn der Pfeil nicht weiter als 3 Meter vom Abschusspflock liegt. Abgeprallte Pfeile zählen, wenn sie auf der Scheibe stecken. Vor dem Wettkampf wird eine Gerätekontrolle sowie eine Überprüfung der Pfeile durchgeführt:
Gewicht und Art der Pfeile, Spitzen und Befiederung.
Überprüfung der Ausrüstung erfolgt im Bezug auf die Bogenklasseneinteilung.

Wertung:
Der Schütze hat selbst zu entscheiden, ob er das Ziel getroffen hat. Hat er den Abschusspflock verlassen und nicht korrekt getroffen, darf er nicht nachschießen.

Walkup-Scheiben:
Drei farblich verschiedene Abschusspflöcke, deren Reihenfolge durch den Gruppenführer angesagt wird.

Pirschgang:
Zwei Pflöcke verbunden durch ein Band. Der Schütze schreitet an dem Band entlang und bestimmt selbst, wann er den Schuss abgibt. Rückwärtsgehen ist nicht erlaubt.

Sonderscheiben:
Bewertung nach Ansage.
Die eingeteilten Gruppenführer achten auf die Einhaltung der Schießregeln. Bei Unstimmigkeiten entscheidet das Wettkampfrecht. Der Schießleiter ist für die regelrechte Durchführung des Turniers verantwortlich. Für Teilnehmer unter 14 Jahren gibt es keinerlei Beschränkungen. Sie schießen ohne Berücksichtigung des Gerätes in einer Visierbogenklasse oder Blankbogenklasse. Die Bögen können in allen Klassen mit einem Bogenköcher sowie Brush Buttons und Sehnengeräuschdämpfer ausgerüstet werden.
Ein Jagdstabilisator nicht länger als 10 Inch ist in allen Klassen, außer den Trad. Bogenklassen erlaubt.
Grundsätzlich verboten sind Pfeile mit Broadheads und Bluntspitzen.
Es müssen Pfeile verwendet werden, die in Gewicht, Länge und Befiederung gleich sind.
Im Wettkampf darf nur mit nummerierten Pfeilen geschossen werden.
Schießt ein Schütze mit Gerät, das den obigen Bestimmungen nicht entspricht, kann er nicht am Wettkampf teilnehmen.
Falls eine Gästeklasse errichtet ist, wird er in diese eingeschrieben. Bei auftretenden Problemen entscheidet das Wettkampfgericht.

Preise:
Es müssen in jeder Klasse mind. 5 Schützen starten, um als preisberechtigte Klasse zu gelten.
Sonderpreise ergeben sich im Ermessen des Ausrichters.
In der Schülerklasse sollte an jeden Schützen ein Preis vergeben werden. Für Vergleichsturniere wird ein Wettkampfgericht gebildet, zu dem jeder teilnehmende Verein einen fachlich kompetenten Schützen delegiert. Zusätzlich im Wettkampfgericht ist der Schießleiter.
Das Wettkampfgericht schießt außer Wertung.
Proteste müssen bis spätestens 1 Stunde nach Schießende angezeigt werden.